Kfz-Profis verraten, welche Modelle selten schwere Defekte haben und welche immer wieder auf der Hebebühne landen.
Britische Mechaniker haben Toyota als die Marke hervorgehoben, deren Fahrzeuge am seltensten mit schweren Motorproblemen in der Werkstatt auftauchen. Gleichzeitig bleiben die Kosten für die regelmäßige Wartung im jeweiligen Segment vergleichsweise moderat. Mechaniker Robert Hanna kam nach jahrelanger Arbeit an unterschiedlichen Fahrzeugen zu diesem Schluss. Zu seinen Favoriten zählt insbesondere der Toyota Yaris mit einem Benzin-Elektro-Hybridantrieb.
Ein weiterer Mechaniker, Charlie Sterrett, stimmte der grundsätzlichen Einschätzung zu, entschied sich jedoch für einen anderen Toyota: den Aygo mit Automatikgetriebe.
Beide Mechaniker warnen allerdings davor, aus einer guten Zuverlässigkeitsbilanz zu schließen, dass Besitzer die regelmäßige Wartung vernachlässigen können. Auch zuverlässige Fahrzeuge benötigen regelmäßige Ölwechsel, Inspektionen und andere vorgeschriebene Wartungsarbeiten, um störungsfrei zu bleiben.
Autoexperte Christopher Sharp unterzog den Toyota Yaris einem separaten Fahrtest und verglich ihn mit dem Vauxhall Corsa, einem in Großbritannien angebotenen Modell.
Auf dem Papier haben die beiden Autos vieles gemeinsam, darunter Frontantrieb und Hybridantriebe. Hinter dem Steuer unterscheiden sich ihre Charaktere jedoch deutlich.
Laut Sharp wirkt der Yaris auf kurvigen Landstraßen souveräner und in Kurven agiler. Dafür ist seine Federung straffer, wodurch tiefe Schlaglöcher und schlechte Fahrbahnbeläge im Innenraum stärker spürbar werden.
Der Corsa ist höher, größer und weicher gefedert. Er neigt sich in Kurven stärker, spricht bei niedrigen Drehzahlen aber kräftiger an. Beim Beschleunigen auf Autobahntempo kann der Toyota zudem lauter werden, wobei Sharp beide Autos als stabil und berechenbar beschrieb.
Deutlich weniger positiv fiel die Einschätzung der Fahrzeuge von Jaguar Land Rover aus. Der Londoner Werkstattinhaber Alex Alfano berichtete, dass Land-Rover-Fahrzeuge regelmäßig mit Ölverlust und Problemen an der Luftfederung in seine Werkstatt kommen.
Besonders kritisch äußerte sich der Mechaniker zum Ingenium-Dieselmotor, der seiner Aussage nach einen Ruf für Zuverlässigkeitsprobleme entwickelt hat. Auch Besitzer des Elektro-SUV I-Pace kommen mit Problemen an den Ladesystemen, der Hochvolt-Isolierung und Komponenten der Klimaregelung in die Werkstatt.
Die Mechaniker warnen jedoch davor, eine ganze Marke pauschal als zuverlässig oder unzuverlässig einzustufen. Die langfristige Haltbarkeit eines Fahrzeugs hängt vom konkreten Modell und Motor, vom Modelljahr, der Laufleistung, den Einsatzbedingungen und davon ab, wie konsequent der Besitzer den empfohlenen Wartungsplan einhält.