GM ruft 1.559 Pick-ups von Chevrolet und GMC zurück, nachdem ein Defekt an den Gasgeneratoren der Kopfairbags festgestellt wurde.
General Motors ruft 1.559 in den Jahren 2016 und 2017 gebaute Pick-ups der Baureihen Chevrolet Silverado und GMC Sierra zurück. Grund ist ein entdeckter Defekt, durch den die Gasgeneratoren der Kopfairbags Risse bekommen und bersten können. Dabei könnten Metallfragmente in den Innenraum geschleudert werden.
Der Rückruf betrifft Silverado 1500 und HD des Modelljahres 2016 sowie Sierra 1500 und HD des Modelljahres 2016. Auch eine kleine Zahl von Silverado 1500 und Sierra 1500 des Modelljahres 2017 ist enthalten. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen dem 30. April und dem 11. Mai 2016 gebaut.
Laut dem NHTSA-Rückruf 26V611 weisen schätzungsweise nur etwa 1 Prozent der zurückgerufenen Pick-ups den Defekt auf. GM ersetzt die betroffenen Komponenten dennoch bei sämtlichen Fahrzeugen des Rückrufs.
Das Problem betrifft Fertigungsfehler an den Gasgeneratoren der Kopfairbags. Das Gehäuse des Gasgenerators kann einen kleinen Riss aufweisen. Zudem kann Wasser, das nach dem Waschvorgang bei der Herstellung im Inneren zurückbleibt, ein weiteres Problem verursachen.
GM zufolge kann diese Kombination zu Spannungsrisskorrosion im Gasgenerator führen. Mit der Zeit kann die Korrosion die Gehäusewand schwächen. Wenn der Gasgenerator birst, kann komprimiertes Gas schlagartig entweichen und dabei möglicherweise die Endkappe oder andere Bauteile zu Geschossen im Fahrgastraum machen.
Der jüngste Rückruf folgt auf eine frühere Aktion wegen eines ähnlichen Defekts an den Kopfairbags. GM hatte das Problem bereits im Rahmen des NHTSA-Rückrufs 26V166 behandelt, der später mit dem Rückruf 26V325 ausgeweitet wurde. Die neue Meldung 26V611 betrifft eine weitere Fahrzeuggruppe, die in den früheren Rückrufen nicht enthalten war.
GM erfuhr von dem jüngsten Defekt, nachdem sich der Besitzer eines Silverado 1500 des Modelljahres 2016 am 20. Juli 2026 an den Hersteller gewandt hatte. Er meldete einen Vorfall, der offenbar auf das Bersten des Gasgenerators des linken Kopfairbags kurz nach Fahrtbeginn zurückzuführen war. Die Insassen berichteten später von Ohrensausen.
GM untersuchte den Pick-up am 28. August und stellte einen Riss in der Seitenwand des Gasgenerators sowie Schäden am Dachhimmel und am Dach fest.
Der Hersteller hat nach eigenen Angaben keine weiteren Fälle von geborstenen Gasgeneratoren derselben Charge festgestellt. Weitere Verletzungen wurden nicht gemeldet.
Zur Reparatur müssen die Händler sowohl das linke als auch das rechte Kopfairbagmodul kostenlos ersetzen. GM plant, die Besitzer ab dem 9. November 2026 zu benachrichtigen. Besitzer können außerdem anhand ihrer Fahrzeug-Identifizierungsnummer prüfen, ob ihr Pick-up betroffen ist.
Der Rückruf umfasst:
Insgesamt zurückgerufen: 1.559 Pick-ups
Geschätzter Anteil mit Defekt: 1 Prozent
Produktionszeitraum: 30. April–11. Mai 2016
Beginn der Besitzerbenachrichtigung: 9. November 2026
Die jüngste Meldung ergänzt eine Reihe von Rückrufen für Silverado und Sierra der dritten Generation. Auf diese Generation folgten Silverado 1500 und Sierra 1500 der vierten Generation, die zum Modelljahr 2019 eingeführt wurden.
Vor dieser jüngsten Aktion hatte GM im Jahr 2026 bereits rund 80.000 Fahrzeuge aus seiner Modellpalette zurückgerufen.
Besitzer betroffener Silverado- und Sierra-Pick-ups sollten auf eine Rückrufbenachrichtigung achten oder ihre Fahrzeug-Identifizierungsnummer im Rückruf-Abfragesystem der NHTSA prüfen.
Die Reparatur ist kostenlos. Sobald die Rückrufarbeiten beginnen, ersetzen die Händler beide Kopfairbagmodule.