Auto30
NachrichtenTechnologieTuningBewertungenNützlichesRetro

Diese 5 Mercedes-Benz-Modelle wirken wie Schnäppchen — bis die Reparaturrechnungen kommen

Bei diesen fünf gebrauchten Mercedes-Benz-Modellen wurden Probleme gemeldet, die ein attraktives Schnäppchen in ein kostspieliges Ärgernis verwandeln könnten.

Diese 5 Mercedes-Benz-Modelle wirken wie Schnäppchen — bis die Reparaturrechnungen kommen

Mercedes-Benz steht seit Jahrzehnten für Luxus und Komfort. Doch auch der deutsche Autohersteller hat Modelle produziert, die Gebrauchtwagenkäufer weit mehr an Reparaturen kosten können, als sie an Fahrfreude bieten.

Beim Kauf eines gebrauchten Mercedes-Benz sollte man nicht nur auf Kilometerstand, Karosseriezustand und Wartungsunterlagen achten. Experten von SlashGear haben fünf gebrauchte Modelle identifiziert, die vor der Vertragsunterzeichnung besonders sorgfältig geprüft werden sollten.

Mercedes-Benz C300, Modelljahr 2015

Der C300 sorgte bei seinem Debüt zum Modelljahr 2015 dank seines eleganten Designs, des komfortablen Innenraums und der hochwertigen Ausstattung für viel Aufmerksamkeit. Mit der Zeit meldeten Besitzer jedoch verschiedene technische Probleme.

Eine der häufigeren Beschwerden betraf den Vierzylindermotor. Bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) gingen Dutzende Beschwerden ein, darunter Meldungen zum Fehlercode P052E, der mit dem Kurbelgehäuseentlüftungsventil zusammenhängt.

Auch die Elektrik bereitete Probleme. Mercedes-Benz führte einen Rückruf wegen einer Fehlfunktion des Steuergeräts der Servolenkung durch. Das Panoramadach geriet ebenfalls in den Fokus, nachdem berichtet worden war, dass es sich verschieben und sich in manchen Fällen einzelne Bauteile möglicherweise lösen könnten.

Wer einen C300 des Modelljahres 2015 in Betracht zieht, sollte daher vor dem Kauf die Wartungs- und Rückrufhistorie genau prüfen.

Mercedes-Benz E350, Modelljahr 2006

Der E350 wurde später zu einem beliebten Mercedes-Benz-Modell, doch das erste Modelljahr genießt bei Gebrauchtwagenkäufern einen weniger guten Ruf.

Eines der schwerwiegendsten Probleme betrifft die Ausgleichswelle des Motors. Ein Defekt könnte starke Vibrationen, Zündaussetzer und in manchen Fällen einen Leistungsverlust verursachen.

Die Kraftstoffanlage ist ein weiterer Bereich, der bei einem E350 des Modelljahres 2006 geprüft werden sollte. Besitzer berichteten von Kraftstofflecks und starkem Benzingeruch im oder am Fahrzeug. Wegen dieses Problems verlängerte Mercedes-Benz schließlich die Garantie auf die betroffenen Bauteile auf 15 Jahre.

Bei einem inzwischen rund 20 Jahre alten Fahrzeug kann eine größere Reparatur am Motor oder an der Kraftstoffanlage besonders teuer werden.

Mercedes-Benz C250, Modelljahr 2012

Der C250 gehörte bis zum Produktionsende 2015 zu den günstigeren Varianten der C-Klasse. Allerdings führten Fahrzeuge des Modelljahres 2012 zu zahlreichen Beschwerden von Besitzern.

Gemeldet wurden Probleme mit Motor, Elektronik und Sicherheitssystemen. Einige Rückrufaktionen betrafen Airbags, die möglicherweise nicht ordnungsgemäß funktionierten.

Besondere Aufmerksamkeit verdient der Motor. Besitzer berichteten von einem markanten metallischen oder „traktorähnlichen“ Geräusch beim Starten. Mögliche Ursachen sind Probleme mit der variablen Ventilsteuerung, der Steuerkette oder dem Kettenspanner. In schweren Fällen könnten teure Bauteile oder sogar ein Austauschmotor erforderlich sein.

Auch über starke Korrosion am hinteren Achsträger wurde berichtet, die möglicherweise zu Rissen führen kann.

Mercedes-Benz GLC, Modelljahr 2019

Besitzer des GLC aus dem Modelljahr 2019 meldeten Probleme mit der Elektrik, der Lenkung, den Sicherheitsgurten und bestimmten Karosserieteilen. Ein bekanntes Problem war die Möglichkeit, dass sich die vordere Zierblende während der Fahrt löste.

Mehrere Rückrufaktionen betrafen den GLC des Modelljahres 2019. Einige Fahrer kritisierten außerdem die Serienausstattung: Bestimmte Fahrerassistenzfunktionen, die Wettbewerber serienmäßig anboten, waren bei Mercedes-Benz nur im Rahmen teurerer Pakete erhältlich.

Wer einen GLC des Modelljahres 2019 in Betracht zieht, sollte die Rückruf- und Wartungshistorie des konkreten Fahrzeugs sorgfältig prüfen.

Mercedes-Benz GLE, Modelljahr 2020

Eine Reihe von Beschwerden zum GLE des Modelljahres 2020 betraf die Elektronik und das 48-Volt-Bordnetz. Besitzer meldeten auch Probleme mit der Klimaanlage, bei denen falsch montierte Bauteile Wasser in den Fahrer- oder Beifahrerfußraum eindringen lassen konnten.

Dauerhafte Feuchtigkeit kann Korrosion verursachen und elektrische Bauteile beschädigen. Einige Rückrufaktionen betrafen auch den Masseanschluss des 48-Volt-Systems.

Zusätzlich gab es Berichte über Probleme mit dem Tempomaten und anderen elektronischen Funktionen. Interessenten für einen GLE des Modelljahres 2020 sollten deshalb sicherstellen, dass alle für das Fahrzeug vorgesehenen Rückrufreparaturen durchgeführt wurden.

Was vor dem Kauf eines gebrauchten Mercedes-Benz geprüft werden sollte

Auch ein Modell mit zweifelhaftem Ruf ist nicht zwangsläufig ein schlechter Kauf. Der Zustand des einzelnen Fahrzeugs, seine Laufleistung und die Qualität seiner Wartung können einen erheblichen Unterschied machen.

Prüfen Sie vor dem Kauf:

  • Die FIN und den Fahrzeughistorienbericht
  • Die vollständigen Wartungsunterlagen
  • Die Rückrufhistorie und durchgeführte Rückrufreparaturen
  • Den Zustand von Motor und Getriebe
  • Elektrische Systeme und Sicherheitsfunktionen
  • Anzeichen von Korrosion
  • Ungewöhnliche Geräusche beim Starten
  • Nachweise über frühere Reparaturen und Wartungen

Empfehlenswert ist außerdem eine umfassende Kaufvoruntersuchung bei einem qualifizierten Mercedes-Benz-Spezialisten. Sie kann potenziell teure Probleme aufdecken, bevor das Fahrzeug in Ihre Verantwortung übergeht.


Diese Nachrichten könnten Sie ebenfalls interessieren:

Quietschen Ihre Bremsen jeden Morgen? Wann das normal ist – und wann es auf ein Problem hindeuten kann

Ein schrilles Bremsquietschen am frühen Morgen ist oft harmlos, doch anhaltende Geräusche können auf verschlissene oder beschädigte Bremskomponenten hinweisen.

7 Autoreparaturen, die Mechaniker insgeheim hassen – deshalb sagen Werkstätten „Nein“

Ein Mechaniker erklärt, warum scheinbar einfache Reparaturen für Werkstätten und Autobesitzer zu teuren Albträumen werden können.

Ihr Auto verbraucht im Herbst möglicherweise mehr Sprit – hier ist der überraschende Grund

Niedrigere Temperaturen, längere Warmlaufzeiten und dichtere Luft können im Herbst den Kraftstoffverbrauch Ihres Autos erhöhen.

Diese „Spritspartipps“ können Ihr Auto ruinieren – und das sollten Sie stattdessen tun

Manche Spritspartricks können nach hinten losgehen und Autofahrer am Ende deutlich mehr an Reparaturen kosten, als sie an der Tankstelle sparen.

Der neue Mercedes-AMG CLE 646 übertrumpft den BMW M4 mit 637 PS und 3,9 Sekunden von 0 auf 97 km/h – doch kaufen können Sie ihn niemals

Mercedes-AMG hat den neuen 646 PS starken CLE Spezialanfertigung vorgestellt – mit einem Biturbo-V8, umfangreichen Carbon-Optimierungen und einer kompromisslosen, auf die Rennstrecke ausgerichteten Performance.