Warum immer mehr Neuwagen auf das Reserverad verzichten – und was Autofahrer stattdessen bekommen

Immer mehr neue Fahrzeuge ersetzen das Reserverad durch einen Kompressor und ein Reifenreparaturset – dafür gibt es vor allem zwei praktische Gründe.

17. September 2026 um 12:22 / Nützliches

Besitzer neuer Fahrzeuge haben möglicherweise bereits eine ungewöhnliche Veränderung bemerkt: Viele Modelle werden nicht mehr mit einem Reserverad im Kofferraum oder Laderaum ausgeliefert. Stattdessen setzen die Autohersteller zunehmend auf ein Reifenreparaturset mit einem Luftkompressor und Dichtmittel. Für diesen Wandel gibt es mehrere praktische Gründe.

Einer der wichtigsten Gründe sind die Kosten. Wenn Reserverad, Felge und Wagenheber entfallen, können die Hersteller ihre Produktionskosten senken. Autofahrer, die ein vollwertiges Reserverad wünschen, können dieses häufig separat als Sonderausstattung erwerben.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Fahrzeuggewicht. Ein Reserverad und die für den Radwechsel benötigte Ausrüstung können das Fahrzeuggewicht um rund 27 Kilogramm erhöhen. Für die Autohersteller zählt selbst eine vergleichsweise geringe Gewichtsreduzierung, denn leichtere Fahrzeuge können weniger Kraftstoff verbrauchen und geringere CO₂-Emissionen verursachen.

Das ist insbesondere bei Elektro- und Hybridfahrzeugen von Bedeutung. Jedes Kilogramm kann sich auf die Effizienz auswirken, während der Platz, der traditionell für das Reserverad vorgesehen war, für Batterien oder andere Komponenten genutzt werden kann.

Statt eines Reserverads erhalten Autofahrer in der Regel ein Reifenreparaturset, mit dem sich kleinere Reifenpannen schnell abdichten lassen. Allerdings haben diese Sets klare Grenzen. Bei einem stark aufgeschnittenen oder anderweitig schwer beschädigten Reifen funktionieren sie in der Regel nicht. In solchen Fällen benötigen Autofahrer Pannenhilfe oder eine andere Möglichkeit, das Fahrzeug zu einer Werkstatt zu bringen.

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