Der rote 1970er Dodge Challenger ist ein echter JS23 R/T mit originalem Blech
Der 1970 eingeführte E-Body Dodge Challenger stieg gegen Ende des Muscle-Car-Zeitalters in den Wettbewerb ein.
Für das Modelljahr 1970 stellte Plymouth die dritte Generation des Barracuda auf Chryslers neuer E-Body-Plattform vor. Die Architektur verlieh dem Barracuda einen deutlich ausgeprägteren Muscle-Car-Charakter, während der 440-Kubikzoll- (7,2-Liter-) RB und der 426-Kubikzoll- (7,0-Liter-) Hemi-Motor als Optionen erhältlich waren. Dodge nutzte dieselbe Plattform als Grundlage für den Challenger.

Die Zeit war für Muscle Cars schwierig. Steigende Versicherungskosten, die Ölkrise und immer strengere Abgasvorschriften würden diese Fahrzeuge bis 1974 aus den Verkaufsräumen verdrängen. Chryslers eigene Hochleistungsära endete sogar noch früher. Nach dem Modelljahr 1971 stellte das Unternehmen seine V8-Motoren mit hoher Verdichtung ein, wodurch die Karriere des Challenger auf dem Muscle-Car-Markt nur zwei Jahre dauerte.

Der E-Body Challenger legte in seinem ersten Jahr einen erfolgreichen Start hin. 1970 wurden fast 77.000 Fahrzeuge produziert, mehr als 25.000 Stück mehr als vom Schwestermodell Barracuda. Die Mehrheit waren Basismodelle, von denen 56.024 Exemplare das Werk hauptsächlich mit Reihensechszylinder- und Small-Block-V8-Motoren verließen.

Die übrigen Produktionszahlen zeichnen ein anderes Bild. Dodge baute 2.399 T/A-Homologationsmodelle und 18.512 R/T-Modelle. Als leistungsorientierte Variante war der R/T ausschließlich mit V8-Motoren mit hoher Verdichtung erhältlich. Der 426 Hemi ist die seltenste Konfiguration, von der nur 356 Fahrzeuge produziert wurden. Der 440 Six-Pack R/T war häufiger, blieb aber auf 2.035 Exemplare begrenzt.

Auf die 440-Version mit Vierfachvergaser entfielen weitere 3.840 Fahrzeuge. Damit bleiben 12.281 R/T mit dem serienmäßigen 383-Kubikzoll- (6,3-Liter-) Big-Block-V8. Der hier gezeigte rote Challenger gehört zu dieser Gruppe.

Seine Hardtop-Karosserie macht ihn zu einem von 9.067 Nicht-SE-Modellen, während das dreistufige TorqueFlite-Automatikgetriebe die Kombination auf 6.347 Fahrzeuge reduziert. Weder die Karosserie noch die Kombination aus Karosserie und Antriebsstrang ist damit außergewöhnlich selten, doch die Farbgebung verleiht dem Wagen eine deutlich markantere Erscheinung. Das Fahrzeug trägt außen FE5 Bright Red und innen ein dazu passendes rotes Interieur.

Eine genaue Produktionszahl für Challenger in dieser spezifischen Kombination ist nicht bekannt. Die meisten Bright-Red-Fahrzeuge haben typischerweise ein schwarzes oder weißes Interieur, wodurch die Kombination aus roter Außen- und Innenfarbe deutlich seltener ist. Noch auffälliger wird der Kontrast durch die weißen R/T-Seitenstreifen dieses Fahrzeugs.

Der Motor ist nicht nummerngleich, und sowohl Innenraum als auch Außenbereich zeigen, dass es sich nicht um ein Fahrzeug auf Concours-Niveau handelt. Dafür besitzt der Challenger noch sein originales Karosserieblech. Das Fahrzeug wurde bereits vor längerer Zeit restauriert und über die Jahre ordnungsgemäß gewartet.

Mehrere begehrte Ausstattungsmerkmale ab Werk sind weiterhin vorhanden, darunter Schalensitze, eine Mittelkonsole, ein Rallye-Armaturenbrett und eine Servolenkung. Zusammen mit den originalen Karosserieteilen und der ungewöhnlichen Farbkombination verleihen sie diesem R/T trotz des nicht nummerngleichen Motors viel Charakter.

Der Challenger steht derzeit im Showroom von NextGen Classic Cars in Addison, Illinois, und wird für 61.900 $ (52.906 €) angeboten. Der Verkäufer nimmt Angebote entgegen, sodass Spielraum für Verhandlungen besteht und der Preis möglicherweise unter 60.000 $ (51.282 €) fallen könnte.

Würden Sie diesen roten R/T zu diesem Preis nehmen, oder ist der geforderte Betrag wegen des nicht nummerngleichen Motors zu hoch?
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